Zeitrechnung

Beginn der Zeitrechnung

Der Anfang eines Zeitstrahls ist meistens von hoher Bedeutung für ein Volk und Ned ist nicht für eine einheitliches Maßregelung bekannt. Zwar misst der Großteil des Kontinents das Jahr an sich im gleichen Maßstab, aber es existieren in den großen Reichen alleine sieben maßgebende Startereignisse.

Für die Meritokratie Ari beginnt ihre Aufzeichnung im Jahre - 1872 und endet im momentanen Jahr 4168. Welches grundlegende Ereignis diesen Zeitstrahl dermaßen lange geprägt hat ist unklar oder ob die Daten bis dahin überhaupt noch akkurat sind. Die wenigen Gelehrten Thalans die es zu überprüfen ersuchten wurden deutlich abgewiesen.

Das Königreich Kalia beginnt bei - 378 und endet momentan bei 112. Dies entspricht ihrer Unabhängigkeit als neuer Staat. Dennoch ist das Königreich bestrebt aus den ansässigen Ruinen den Zeitstrahl zu verlängern.

Die Volksoligarchie Nede misst ebenfalls erst kurz im positiven Zeitraum von 157 Jahren, dem Beginn des Thalanditkrieges. Ihre Zeitrechnung geht jedoch zurück bis in das Jahr -2825.

Die Mediokratie Thalan steht im Jahre 4092 und geht laut eigenen Aussagen der Gründungsschrift zurück bis weit hinter - 5000. Dies kann jedoch keiner bestätigen.

Die Aristrokratie Chenea steht im Jahr 2021 und beschreibt abfällig gesehen nicht weniger als das Jahr indem sich die obere Klasse die andere bis heute Untertan gemacht hat. Zurück geht ihre Zeit bis zum Jahr - 1652, wobei die Echtheit der Daten von Thalan angezweifelt wird.

Das Jahr auf Ned

Der Planet ist auf einem antizyklischen Kurs um einen großen Stern, welcher immer wieder zu versuchen scheint den Planeten zu verschlingen und auch in der Vergangenheit dafür gefürchtet wurde. Dies verhinderte ein auf erhöhter Umlaufbahn kreisender schwerer Gasriese und birgte daher eine stete Zeitverschiebung der Jahreszeiten, sowie anderer natürlicher Ereignisse. Während viele noch behaupten, auch Kalias junge Gelehrte, dass der Planet verschlungen würde ohne den Gasriesen, versichern die Thalan die Sicherheit der freien Bahnen. Die einzige nahezu genaue Messart ist die der Thalan. Diese muss jedoch wegen kosmischer terrestischer Phänomene ab und an korrigiert werden. Die Jahresrechnung ist von den terrestischen Phänomenen jedoch fast nicht beeinträchtigt, doch die Vegetationen und Tiere haben sich dem unsteten Rhytmus der Planetenbahn angepasst. Das durchschnittliche Jahr von Ned dauert 594 Tage. Diese sind wissenschaftlich unterteilt in die 99 hexalen Abschnitte, vergleichbar mit unserer Woche auf der mittleren Planetenbahn, münden jedoch in 96 und 102 hexale Abschnitte, die wechselseitig berechnet werden um die veränderte Jahresdauer richtig wiederzugeben. Hierbei bilden wiederum 6 hexale Abschnitte auf der Innenbahn einen bei uns bekannten Monat. Dies ergibt auf der langwierigsten Bahn im inneren eine Jahresdauer von 16 Monaten in der Warmphase. Während der Kaltphase erhöht sich die Dauer vom Herbst und Winter jedoch jeweils um ein halbes Monatshexal. In der Schwankungsphase trifft es nur den Frühling. Die Anzahl der Monate bleibt jedoch immer gleich. Der Tag dauerte einmal über 40 Stunden, mittlerweile nur noch fast genau 40 Stunden. Dieses Phänomen der beschleunigten Rotation ist Gegenstand der Untersuchung, hat jedoch keinen Einfluss auf die Tagesdauer, da im Gegenzug sogar einige Korrekturen hinfällig wurden.
Während der aktuellen Schwankungsphase gelten die 99 hexale als Richtwert mit 27 Hexalen im Frühling und 24 Hexalen in allen anderen.

Die Schwerezyklen

Der Schwerezyklus beschreibt viele gleichartige kosmische Ereignisse. Für Ned ist es jedes Ereignis, welches den kürzesten Abstand zu seinem Schutzgestirn gegenüber der Sonne im Jahr hat. Zwar ist die Gabe dieses Retters auf dem engsten Kursabstand seines geneigten eliptischen Weges um den Zentralstern gefürchtet, wegen den darauf folgenden Kaltzeiten und den Turbulenzen, ist jedoch das Opfer, welches das Leben seit Ewigkeiten auf Ned bringt um zu existieren. Der Schwerezyklus war seit jeher stetig und bis auf einige Aufzeichnungen der Gestirne sind diese auch fest an ihre Bahnen gebunden. Die Thalan versichern jede Kaltzeit vorhersagen zu können und liefern den anerkannten Kalender für die Begegnungen der Gestirne. Kalias freigeistige Gelehrte sind sich jedoch uneins, wieso die unsteten Bahnen der Planeten von den Thalan trotz der Unterschiede alle als freie Bahnen ausgewiesen sind, wie auch Neds Extrembahnen. Auffällig ist jedoch, dass auf der Zwischenbahn der mittleren Schwerezyklen gefährliche Effekte auftreten können und Nede nie einen Wunsch zur weiteren Entfernung oder Annäherung an das Zentralgestirn gezeigt hat als die ausgewiesenen Extrembahnen.

Die Treffen der Planeten verschieben sich stetig, wiederholen sich aber in einer Kaltzeit alle 10368 Jahre und führen Ned auf eine andere Bahn während alle anderen mittleren oder schwachen Schwerezyklen diese nur kurzzeitig beeinflussen. Der recht abrupte Übergang sorgt immer für Katastrophen. Thalan hat unter anderem daher die Küsten seiner Gebiete nie permanent bebaut und sie in voraussicht evakuiert. Ländliche Extremereignisse konnten nur kompensiert werden.

Die Zyklen

Die Planeten treffen sich in 10368 Jahren in 4 verschiedenen wichtigen Konstellationsverläufen, die alle unterschiedliche Auswirkungen haben.

Die Kaltzone:

Die stark zur Nedbahn geneigte Achse des Gasriesen sorgt für einen kurzen, aber starken Einschnitt auf Ned. In wenigen Jahren, die der Planet zum Halbjahr senkrecht vor Ned zu sehen ist, kommt es zum Abfall der Temperaturen und zu gewaltigen gravitonischen Störungen, die jedoch nur ein paar hexale direkt andauern und deren alljährige Nebeneffekte nach der Bahnänderung in 10 Jahren vollkommen verschwinden. Zum Leidwesen der eingeweihten Bewohner und jenen, die die Zeichen deuten können, steht der Beginn der Kaltzone bereits wieder in 42 Jahren bevor. Jedes Jahr wächst der Gasriese am Himmel in bedrohlichem Maße.

Die Ruhephase:

Nach der Annäherung folgt der Gasriese seiner Bahn in die weitentlegene Ellipsenkurve und hat die ersten Jahre kleine Bahn stabilisierende und über Jahrtausende nahezu keine Auswirkung mehr auf Ned, in dem der Planet sich langsam wieder dem Zentrum nähert. Erst beim Abfall der Ellipsenbahn auf der Kehrseite zur Kaltzone kommt es zum erneuten Kontakt.

Die Störphase:

Die Störphase beginnt mit der Durchkehrung der langen Ellipsenseite die 78% des Ellipsenumfanges ausmacht, 2281 Jahre vor der nächsten Kaltzone. Der Planet, der mittlerweile wieder nach etwas 2700 Jahren auf der wärmeren Innenbahn zirkuliert, erfährt hier die kleine Kaltphase und einen milden wechsel auf eine mittlere Planetenbahn, welche jedoch nicht so stabil ist wie die große und keinen ruhigen Wechsel erlaubt. Der Planet stabilisiert sich in größeren Schüben mit unvorhersehbaren Ereignissen. Erst wenn der Nachbarplanet das Fenster verlässt beruhigt es sich nach 6 Jahren wieder, schwankt jedoch jedes Jahr ein wenig und leitet die letzte Phase ein.

Die Schwankungsphase:

Am Ende der Störphase tritt die Zeit der Jahreszeiten ein. Ein unbeständiger Wechsel von Kalt- und Warmzyklen kleinen Ausmaßes, die eine natürliche Schwankung der Vegetation provozieren. Dieser Effekt schwächt sich zur Mitte hin ab und kommt als Vorbote der Kaltphase wieder, jedoch in abgeschwächter Form bis zum Klimax durch die erneut stabilisierte Innenbahn des Planeten Ned.

0 Beginn der Kaltphase

10 Ende der Kaltphase

39 Ende der Bahnstabilisierung, Beginn der Ruhephase

~2700 Endgültiges Erreichen der Innenbahn

8087 Beginn der Störphase

8093 Ende der Störphase, Beginn der Schwankungsphase

9280 Zenit der Schwankungsphase, kosmisch kürzeste Kälteschwankung (kann durch planetare Effekte jedoch schwanken)

10368 Erneuter Beginn der Kaltphase

Farblich optimiert für Spiegelmonitore 1024x768