Regierungssystem Nede

Die Volksoligarchie von Nede

Regierungssystem

Die Regierung von Nede ist eine Regierung zum Zweck der Gewählten und charakterisiert sich somit als Oligarchie, da keines der unteren Gremien Einfluss auf die oberen Institutionen oder eine Kontrollfunktion besitzt. Das Attribut des Volkes steht hierbei nur für die alleinige Abhängigkeit der gewählten Führer vom Volk im Falle einer Neuwahl und dient somit als einzige moralische Beschränkung der Herrscher. Wahlberechtigt sind hierbei alle respektierten Bürger mit mehr als 12 Jahren. Ausgeschlossen von der Wahl sind alle anerkannten Verbrecher des Volkes, entehrte Personen, Arbeitsrassen und Besitzlose.

Unter den 17 Oligarchen beherrscht jeder einen für sich eigenen Landesteil und erhält die komplette Kompetenz über alle Behörden, die er nach seinen Überlegungen einteilen kann. Folgerichtig besteht Nede aus 17 Regierungsbezirken. Für alle transterritorialen Belange bildet sich eine Ratskompetenz, der Oligarchen und je nach Einsatzgebiet der Sonderränge des Landes, die mit einem vordefinierten Stimmengewicht abstimmen. Hierbei haben Wirtschaftsbelange die notwendige Zustimmung einer Mehrheit der Wirtschaftsmacht zur Folge und auf Personen bezogene Entscheidungen eine Mehrheit des Volkes als Grundlage ihrer Rechtmäßigkeit, sodass das Stimmengewicht sich ständig verschiebt. Die einzige Ausnahme bildet Nede selbst, dessen Oligarch und Stimme mit dem höchsten Vertreter immer gleich gestellt ist, sofern es nicht selbst den höchsten Rang bekleidet. Dieses Urprinzip steht für die Stellung Nedes, ist aber je weiter man nach Norden im Land geht eher unbeliebt.

Regierungsbezirke

Nede

Gründungsstaat des heutigen Reiches und ausgestattet mit Sonderprivilegien in allen Ratsentscheidungen. Nede ist die Heimat der gleichnamigen Plateaufestungsstadt und der einzigen Mediatorschmiede des Landes. Seine Bevölkerung besitzt 15% des Landes und seine Wirtschaftskraft bemisst sich bei 23%. Nede besteht neben den berühmten wasserweißen Straßen zwischen den Städten und Dörfern aus wilden Regionen von Hügeltalsümpfen und Bergwäldern. An seiner westlichen Grenze läuft das Grenzmassiv von Thalan und Ari aus, daher gibt es nur wenige Verbindungswege zu Land nach Mihkalgah.

Thedis

Im Vertrag von 3939 n.t.Z wurde geregelt das Herzland von Thedis, damals Karambor, als Reparationszahlung zu verlangen. Nach der totalen Niederlage und den bald darauf einkehrenden Vorzügen der Mediatorkraftwerke Nedes hat sich bald darauf die verarmte letzte Hälfte des Landes um 3947 n.t.Z Nede angeschlossen, tat dies jedoch unter dem neuen Namen des annektierten Gebietes und wurde zu einer Provinz wiedervereint. So kam Thedis in die Vorzüge jener Technik, die es zuerst selbst annektieren wollte als Mitglied des Feindes. Thedis bezeichnet das Ende des Südmassivs in dessen Westen sich die letzen Hügel verlaufen und in das flachere Mittelland des Kontinents münden. Thedis hat viele Seen und Fruchtwälder und bringt wunderbare Steinvorkommen zu Tage ohne sie künstlich herzustellen. Dabei stoßen die Wirtschaftsinteressen und die Naturverbundenheit der Bevölkerung stark aneinander. Thedis besitzt mit 20% den größten Teil der Bevölkerung und hat eine Wirtschaftskraft die 10% des Landesaufkommens entspricht.

Pohkeltha

Der Staat über Nede wurde als Folge der Niederlage im Rotflusskrieg sofort komplett annektiert und leidet bis heute unter einer gewissen Diskriminierung. Obschon Thedis der Initiatorstaat war, hat doch Pohkelthas Armee die größten Schäden verursacht. Vom jedoch einst stolzen Militär ist nur noch eine teilweise diktierte, wenn auch erfolgreiche Planwirtschaft übrig. Pohkeltha ist einer der wenigen Staatsbezirke, die aufbegehren, jedoch in Nede nicht ernst genommen werden. Die Hauptbestandteile des Landes sind leichte Hügelformationen, wenige Moore und Sümpfe und viele Fruchtwälder, die landwirtschaftlich genutzt werden. Pohkeltha besitzt 14% der Wirtschaftskraft, verteilt diese aber vor allem auf Zulieferungen und bietet kaum eine Verarbeitungsindustrie an. Es besitzt heute nur noch 5% der Bevölkerung. Pohkeltha will endlich wieder seinen angestammten Platz und die Unabhängigkeit, was bei der pro Kopf Leistung nicht überrascht, auch wenn sie ohne den Absatzmarkt Nede, der sie umzingelt, sich schwer verkalkulieren könnten.

Khazum

Nach dem Rotflusskrieg in dem Khazum vollkommen annektiert wurde, begann Nede diesen Posten als Militärstandort in Erwägung zu ziehen als Ari seine östlichen Westwaldprovinzen zu annektieren began. Am Ende jedoch verfiel dieser Standort durch die erfolgreiche Einnahme der Sammelstaaten in Form der Provinz Mihkalgah und wurde dorthin verlegt. Trotz der diktatorischen Kulturpolitik von Nede ist Khazum ein herrisches Land, welches seine Identität nicht ablegt, wenn auch die Sprache. Vor allem die jungen Mitglieder der Bevölkerung erleben gerade einen Aufschwung nationalistischer Tendenzen, die Nede in klarer Propaganda zu ersticken versucht. Dabei droht die ohnehin schwache Wirtschaft für einen Südstaat durch unsachgemäße Aufstände beschädigt zu werden. Khazum besitzt 5% der Wirtschaft bei ebenfalls 5% der Bevölkerung.

Lhizumdel

Einst war dieser Ort nachweislich eine alte Grenzanlage von Nedrear zu Thalan und beinhaltete vorgeschoben zur Hauptstadt dessen Vermächtnis. Eine riesige selbsterhaltende Komplexfestung mit einer Resistenz gegen jede konventielle Waffe verhinderte dabei eine äußere Eroberung durch unnatürliche Elemente, das Volk die Eroberung durch die Truppen zu Land. Zur Zeit des Falls des Herrschers von Tezaram um 3943 begann Nede den ersten Einmarsch, scheiterte durch den Wegfall der Talente ihrer Mediatoren aber bereits an der Festung von Nedrear. Unter dem neuen Herrscher und Militärführer, der den unfähigen Erben des vorherigen ablöste, gelang es die Grenzen zu sichern und Nede zurückzudrängen. Zu jener Zeit hatte Nede noch nicht sein hoch effizientes Massenheer und erwählte Tezaram daher zur Erprobung ihrer neuen Luftwaffe im Jahre 3952 aus. In Folge einer militärischen Wette verlor Tezaram nicht nur die Feste Nedrears für immer, sondern auch sein Reich. Die Bewohner der Festungsgrenze weiter im Inland gaben dem Monster, welches als Wolkenband kam und die Festung in zwei Zügen verschlang, den Titel des Himmelsgottes. Dieser Rachegott verwüstete in den nächsten Hexalen noch die angrenzende Provinz und Zwang sie ungefragt in ein Vasallentum zu Nede durch die Zerstörung der Hauptstadt, ehe er sich lossagte und zu einer Art allmächtigen Luftpirat wurde, der trotz Autarkie in der Versorgung das Land terrorisierte. Nede sah sich außer Stande mit dem Schwesterschiff gegen das gleiche Monstrum vorzugehen und begnügte sich damit, das es außerhalb von Nede wütete. Doch das abtrünnige Schiff verschwand mysteriös an der Grenze zu Raniu. Thalan hatte den Fall ohne Opfer gelöst und Nedes Luftwaffe damit offiziell zur Zielübung reduziert.

Umbenannt in Lhizumdel besitzt die Provinz von Nede weiterhin seine Vormachtsstellung, hat als Kern des Landes jedoch einen allseitigen Schutz. Zu Beginn wurde der Militärapparat komplett übernommen und gegen die nördlichen Grenzen eingesetzt, später erst erneuert. Die Waffenschmieden gehören bis heute zu den besten und zeigen Künste des alten Nedrear. Auch wenn ihr größtes Erbe verloren ist, ist es ein stolzes Volk, welches sich in der neuen nedeischen Verfassung wiederfand und ihren Ehrenbezeugungen. Das gesamte sittliche Gebaren von Nede ist ein großer Teil der Kultur von Tezaram. Tezaram sieht sich schon lange als wahren Teil von Nede und würde trotz der militärischen Vergangenheit immer loyal zum neuen Reich stehen. Es besitzt 12% der Wirtschaftsmacht mit über 32% des militärischen Anteils und eine Einwohnerzahl von 7% des Landes. Lhizumdel ist der einzige Kandidat für eine Gleichstellung mit Nede im militärischen Oligarchenrat.

Sonderposten

Der Kommandant von Nede

Als Anführer der Staatstruppen untersteht er dem gemeinsamen Oligarchenzirkeln und hat nur ihm als Gesamtrat Rechenschaft abzulegen. Keiner der einzelnen Oligarchen hat das Recht ihm zu Befehlen. Der Kommandant ist hierbei ein unabhängiger Rang, der allein aus der Ehre heraus vergeben wird und rein rechtlich auch einem edlen Fußsoldaten plötzlich zu Teil werden könnte. Er genießt uneingeschränkte Kompetenz gegenüber jedem Teil des Heeres und kann nur durch die Oligarchen überstimmt werden, die im Falle des Militärs eine gleichwertige Stimme besitzen. Nur Nede besitzt zwei Stimmanteile. Der Kommandant ist ein Erbrang und wird von dessen Ehrengegner im Kampf errungen. Hierbei muss eine Ehrenverletzung des Kommandanten vorliegen. Jede andere Herausforderung würde als Mord gelten. Im Falle eines natürlichen oder kämpferischen Todes des Kommandanten wird der Nachfolger vom Oligarchenzirkel aus Vorschlägen der Armeeführung ausgewählt.

Hofmediator

Als Relikt des alten Reichsteils Ned ist der Rang des Hofmediators von einem Thalan besetzt. Dies hat historisch jedoch mehr als nur den Grund, dass das thalanische System sehr gut funktioniert, denn nur durch die bedingungslose Loyalität des Mediatorgremiums in Ned war die Rebellion gegen Thalan dermaßen erfolgreich. Die fortgesetzte Kompetenz der Hofmediatoren ist demnach ein Ehrentitel und als solcher besitzt der vom Oligarchenzirkel bestimmte Hofmediator die gleichen Freiheiten und die gleiche Unabhängigkeit wie der Kommandant von Nede. Die Aufgabe des obersten Mediators ist die Verwaltung der Leitstellen für die Volkswächter in den Regierungsbezirken und die Auswahl ihrer Nachfolger. Gleichzeitig hat er die Freiheit einer Wesensprüfung, die sich jeder unterziehen muss. Die wichtigste Aufgabe ist jedoch das Verhindern, Aufdecken oder Korrigieren jeder künstlichen Beeinflussung der Oligarchen, die während ihrer Amtszeit ein striktes Training je nach ihren Fähigkeiten in der Mediation genießen.

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