Hauptstadt Nede

Nede, die wasserweiße Stadt

Nede ist die mächtigste Stadt der Zentralwaldebenen und Talsümpfe und thront auf einem über 700 Meter hohen Plateau, der höchsten Erhebung in weitem Radius als sein einziger Eingang. Viele der Wälder, Straßen und Orte der Umgebung sind an vielen Tagen von hier aus klar sichtbar und führen alle ihr Erkennungszeichen, klare weiße Straßen die sich im Sonnenlicht blassblau verfärben. Ihren Titel erhielt die Stadt nicht nur durch ihren Namen von der Farbrune, sondern durch ihren Anblick im Sonnenlicht, der an Farbenpracht im weißblau kaum zu übertreffen ist. Ihre innere Stadtmauer deutet die Rune der starken Emotion an deren Verbindungslinien sich als riesige weiße Straßen durch ihre Mitte ziehen und von dort aus kleinere Straßengeflechte bilden, bis sie in die weiße Mauer übergehen. Die Seitenstraßen außerhalb der Industriezonen heben sich dabei vom himmlischen Stadtbild durch einen milchigen weißen Ton ab.

Den militärischen Nutzen büßte die Stadt Nede schnell ein, als ihre Widersacher selbst als Koalitionsarmee der Verbundstaaten an ihr zerschellten und durch die Technik der Thalan förmlich massakriert wurden. Ohne Feinde und mit der wirtschaftlichen Macht einer sicheren Hauptstadt kam das unvermeidliche. Bald darauf wuchs die Stadt und mehr und mehr Orte der Rune wurden zu Wohnvierteln. Die Industrie wich wie schon das Militär auf das weitläufige hintere Plateau aus, wo vor allem die Luftwaffe stationiert war. Die großen Straßen selbst blieben aber weiterhin ein Aufmarschplatz für die Truppen, zu deren Zeiten die großen mehrspurigen Märkte weichen müssen.

Nach der Landflucht der Nordgebiete sah Nede den Schutz der Grünanlagen des Plateaus wegen der Baupolitik des Rates gefährdet und stürzte diesen in ein Chaos. Neben den ohnehin unerwünschten Zuständen wuchs ein innenpolitisches Stadtproblem heran, welches die Wahl der Oligarchen gefährdete. Die Folge war die Erschließung hügelliger Seitenareale des Plateaus zu Gunsten des Waldraumes und die erneute Umsiedlung des städtischen Militärs, dessen alte Gebäude den Flüchtlingen zugestanden wurden. Heute ist das Plateau zu über 73% bebaut, davon alleine 51% für die Bevölkerung.

Die unterirdischen Stollen unter der Stadt gelten als Sperrzone. Jeder der in die alten Höhlen hinein geht muss damit rechnen entweder den Kriminellen dort zum Opfer zu fallen oder von den Behörden festgenommen zu werden, die weder Nasen in ihren geheimen Lagern haben wollen, noch Schatzjäger der alten Höhlenposten wollen. Gerüchten zur Folge gehen einige Stollen fast vierhundert Meter tief.

Nede wurde in seiner Geschichte noch nie erobert.

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