Gesellschaft Nede

Bevölkerung

Nede war sehr lange Zeit ein Teil von Thalan und hat als solches zwangsweise vieles von ihm geerbt. Dazu zählt jedoch auch der Verlust eigener Kulturteile. Wie auch Thalan, sehen sich die Einwohner Nedes sehr ähnlich. Obschon dies in den letzten zwei Generationen mit Gewalt zu verwischen begonnen wurde sind immernoch viele Bereiche klar erkennbar. Einige Leute besitzen noch Prismaaugen, die sie nicht entfernen lassen wollen oder sehen keinen Sinn darin sich mit aller Macht zu unterscheiden. Viele Einwohner Nedes streben nach den Idealen der ehemaligen Nordgebiete, welche jedoch sie in sich eingegliedert haben. Der Großteil der Leute im Norden trug und trägt heute noch verdunkelte Haare mit meist blauen klaren Augen mit teilweise grünlicher und gelblicher Verfärbung. Am meisten stechen die obersten Vertreter des Staates hervor, da diese meist ein silbernes Haar tragen. Zwar gilt ein grauer Haartyp zum allgemeinen Erscheinungsbild leicht gealterter Leute und in seltenen Fällen als Silberhaar zu jungen Personen, unterscheidet sich aber stark genug vom küntlichen Glanz der Vertreter des Volkes um nicht irrtümlich der Todesstrafe für Amtsanmaßung zu unterliegen. Dies entwickelte sich aus dem Bewusstsein das Silberhaar deutete große Taten an und fand den Weg als farbliche Alteration in den Amtssitz. Thalantreue nennen dies hochgestellente Eitelkeit, da die silbernen Haare zwar thalanische Wurzeln andeuten, aber nicht über die Fähigkeiten aussagen wie ihr Prismaauge. Schon gar nicht, wenn man sie sich als Amtsperson selbst gibt. Nede legt viel wert auf Respekt im Volk für die Verdienste anderer. Dies hat es sich als eines der ersten eigenen Kulturteile seit der Unabhängigkeit vom ersten eigens besiegten Nachbarn im Norden angeeignet. Thalan hat für solche Ideale bis heute nichts übrig. 

Die Lebenserwartung in Nede ist immernoch wie in Thalan begrenzt, unterliegt jedoch ganz anderen Auflagen, da Nede einige Verluste erlitten hat, sowohl territorial als auch in der Einwohnerzahl. Nicht die besten werden vom Rat für Ewigkeitsmandate auserwählt, sondern jeder kann sich mit einer Begründung an die Oligarchen wenden. Eine Annahme ist fast nie der Fall. Die Geburtenrate ist unterdurchschnittlich, aber konstant.

Volkstätigkeiten

In Nede wird man nicht in seine perfekte Rolle geboren und wählt aus diesem Rahmen aus. Zwar kommt es vor, dass Nachkommen in festen Rollenbildern erzogen werden und ihre zukünftige Geschlechterrolle bestimmt wird, doch eher auf Grund der familiären Vorliebe. In Thalan wäre dies undenkbar. In Nede hat man jedoch auch kein Anrecht auf jedwede Grundversorgung. Während in Thalan ein Staatsorgan den Außenhandel regelt, wird in Nede seit Jahrzehnten alles privat geregelt. Betrug und Verbrechen scheiden dabei leider nicht aus, sodass der gehobene Besitz Korruptionen und kriminellen Banden in der Anfangszeit Tür und Tor geöffnet hat. Heutzutage ist es halbwegs unter Kontrolle. Arbeiterrassen haben die frei Wahl an Berufen, jedoch keine Rechte für die Wahlen der Oligarchen und anderen bürgerlichen Entscheidungen.

Abstammung

Nede macht sich nichts mehr aus Familienbanden oder Abstammung. Leistung zählt und als solche werden natürlich diese in den Familien gefördert, auch gegen das Erbprinzip von Thalan. Ehre verdient sich ein jeder selbst und Schande kann man keiner Familie bringen. Jedes Zahnrad ist im Getriebe, aber andere sind nicht schuld an seinem Versagen. Große Personen werden krankhaft idealisiert, berühmte Verbrecher und Verräter dämonisiert. Nede tut alles um jeden von ihrem Weg zu überzeugen, auch Zuwanderer.

Technologie

Nede hat vieles von thalanischen Zeitne behalten, kann einiges aber nicht reproduzieren, sodass ihre Militärmacht zwar steigt, die Qualität aber in den Jahren gesunken ist. Als Ausgleich hat Kalia ihrem Freund reichlich Wissen verkauft. Nede gibt dem erfolgreichen Zwergenstaat alles was er will. Waffen aus ihren Entwürfen, Materialien bis hin zu Arbeitern und militärischem Schutz. Die Gemeinschaft von Nede ist fern vom täglichen Trott Thalans, dem Perfektionismus der Planung und der zielgerichteten Forschung. Nedes Reichtum an Wissen schwindet mit seiner Macht, denn es hat bisher kaum etwas von sich aus produziert. Während die Wirtschaftsmacht schrumpft bleibt Nede eigentlich nur die eine Chance die sie kennen. Annektierung von Wissen und Land mit allen Mitteln.

Militär

Wenn man von militärischer Macht spricht, spricht man zwangsläufig von Nede. Zwar hat es sich nie mit Thalan direkt gemessen in einem wirklich offenen Kampf, außer mit ihren eigenen Waffen im Thalanditkrieg, aber keiner zweifelt an einem dramatischen Ausgang für beide Seiten.

Nede setzt auf sanfte Annektierung und Einschüchterung. Ihr Militär besteht aus simplen Nahkampfwaffen ohne großes Zerstörungspotenzial und vielen Strategen zur effektiven Besetzung und Wiederaufbau von Ländereien. Zwar existieren Massenvernichtungswaffen auch, werden aber eher zur Abschreckung von Ari eingesetzt. Das nedeische Heer ist kein stehendes Heer und die existente Truppenmenge gemessen an Ari klein. Im Zweifelsfall greift das Volk jedoch komplett zu den Waffen. Der oberste Kommandant hat das Recht jederzeit jeden zu rekrutieren und dieses Recht weiter zu geben. Die einzige Bedingung ist, dass der Staat dessen Familie eine Abfindung zahlt und die Ausrüstung stellt. Daher gilt Nede mit allen Leuten ab 12 Jahren als permanent stehendes Heer. Die Wirtschaftslage macht eine Schnellrekrutierung in nächster Zeit jedoch sehr schwer.

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