Fleischfresser Pflanzen

Intelligente Pflanzen

Die intelligenten fleischfressenden Pflanzen bilden in der thalanischen Enzyklopädie der Lebensgeschichte Neds eine hervorgehobene Rolle. Nicht nur weil eine zeitweise als eingedämmte Art sich im Westwald ausgebreitet hat und bereits eine ganze Provinz beherrscht, sondern weil der Rahmen ihres Bewusstseins Gegenstand der Erforschung ist. Denn auch wenn man die Intelligenz von Tieren klar geregelt hat stehen bei den Pflanzen einige auf den Grenzen der Definition. Eine Pflanze gilt momentan dann als intelligent, wenn sie sich auf ihre Umstände je nach Individuum selbstständig und untereinander unterschiedlich anpasst, sie ein klares Sozialmuster zeigt oder anderweitig informationsverarbeitende Prozesse zeigt die über natürliche Folgereaktionen des materielllen Ursprungs hinaus gehen.

Kanabar (thal. Nêdzum)

"Nicht die Ranken mit ihren kleinen Spitzen und ihrem sofort eintretenden Hautgift sind das schlimmste an einem Nêdzum. Man kann die apathischen Schmerzen förmlich sehen, wenn ein Nêdzum ein Opfer einmal nicht durch den Boden komplett oder kopfüber im Maul hat. Diese panisch gefühllosen Blicke während man merkt man kommt nicht weg obwohl man spürt wie man sich langsam in Saft auflöst in diesem Maul voller Widerharken umgarnt vom wohligen Geruch der Zersetzung, der zugegebener Maßen gut duftet, ist einzigartig. Nur die Gedankenströme der lebenden Opfer sind für Gedankenleser alles andere als angenehm."

Unbekannter Lehrer an der Westgrenze Nedes zu Kanabir bei der Warnung vor dem Wald hinter dem Fluss

"Ich habe keine Angst vor feigen großen Pflanzen die sich verbuddeln um Beute zu machen. Im alten Reich waren sie nur durch unseren Großmut nicht ausgerottet. Scheint bei Euch sind sie ein wenig... arrogant geworden. Was ihr braucht ist ein Hofmediator. Wie wäre es? Ich befreie diesen Wald und Ihr legt ein Wort für einen thalanischen Botschafter ein?"

Gahfal zu seinem Führer an der Grenze zur Westwaldprovinz Kanabir, 4036 n.T.Z.

Kanabars sind eine merkwürdige Laune der Natur und passen zu keiner der anderen Arten oder sind das Produkt einer Kette die Thalan und Nedrear mit Gewalt entfernt haben. Was nicht in der Gründungsschrift über die Kanabar als versiegelt gilt steht in der Enzyklopädie und umfasst das Aussehen, Bedürfnisse, Verhaltensmuster, Krankheiten und vieles mehr. Man könnte meinen sie sind die am besten verstandene intelligente Pflanzenspezies und das hat auch seinen Grund. Kanabars waren vor den Großreichen bereits natürliche Waldräuber. Die Verluste, welche den Völkern und anderen Tierrassen zu Teil wurden galten als der Wille der Natur. Einige gingen sogar soweit den Herrschern des Waldes zu opfern um so die Toten selbst wählen zu können. Da Kanabars in kleineren Gruppen unter sich jedoch Familien mit territorialem Anspruch bilden war dies sogar machbar. Tatsächlich gibt es sogar die Überlieferung einer Kultur die zusammen mit den Kanabars andere Völker im Verbund jagte. Diese Koalition soll noch vor der Gründung der Großreiche vernichtet worden sein.

Heute leben die wieder freien Kanabars außerhalb der Gewalt ihrer mächtigen Häscher, den Mediatoren, in der Westwaldprovinz Kanabir - nach typischer Landessprache - in relativ sicherem Waldgebiet. Die dortigen Bewohner haben das Gebiet verlassen und anscheinend mit den Kanabar vereinbart es ihnen für immer zu überlassen. In den Jahren 4012 bis 4053 wurde ein rasanter Anstieg der Population betrachtet, der seltsamerweise nicht mit einem Übergriff auf die Nachbarprovinzen endete, sondern mit einem brutalen Kanabalismus der Familien untereinander. Bald darauf griffen schließlich einige Kanabar auf die südöstlichen Bereiche in Richtung Nede über, was sie aber bald darauf beließen. Nede erklärte mit ihnen "verhandelt" zu haben und ein Missverständnis geklärt zu haben. Nede trat freiwillig ein Areal an der Grenze ab um es aufzuforsten, behielt jedoch die Hoheit, damit die Kanabar einen unbewohnte Kinderkrippe an Wildtieren hätten.

Nutzpflanzen

n.a

Naturpflanzen

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