Klassifizierung

Grundlegendes

Die Welt von Dedgalvi ist kaum erforscht und die bereits bekannten biologischen Gebilde sind nicht unbedingt durch dessen Einwohner katalogisiert, in Evolutionstabellen erfasst oder gar genetisch zugeordnet. Durch die vielen Mutationen ist dies auch arg erschwert. Das Hauptaugenmerk der Forscher besteht darin, die Extraktion brauchbarer alchemistischer Substanzen durch ähnliche Klassifizierungen zu erhöhen. Aus diesem Ziel speisen sich auch die grundlegenden Kategorien ihrer Bücher und einige Konflikte, sowie ethische Fragen. Ihre Hauptmerkmale sind das Wesen, die Art und die grobe Spezialisierung. Für Soldaten und Abenteurer ist es eher wichtig schnell herauszufinden was sie frisst... und wie man es tötet. Daher befolgen Abenteurerfibeln zwar die gleiche Einteilung, aber eine andere Ordnung um schnelle Identifikationen von Feinden zu ermöglichen. Die Dedgalvibiologie unterscheidet nicht zwischen Tier und Pflanze, jedoch nach ihrer Nahrung. Durch die vermehrte Kenntnis von Organismen steht auch eine weitere Unterscheidung nach deren Lebensart im Raum im Sinne der Selbstversorgung oder dem Eigenleben, da es einige Symbionten und Parasiten gibt.

Primarattribut

Allgemein gilt als Primärattribut die maßgebliche Unterscheidung der Bewohner zwischen gleichberechtigt, untergeordnet und unbedenklich. Dabei bezieht sich die Einordnung in den Wissenschaften zuallererst auf die ethische Betrachtung einer Aktion und sekundär erst auf die wissenschaftliche Interaktion.

Kognitiv

Naturformen die, neben anerkannten Abläufen, weitergehende soziale oder physische Interaktionen anstreben, gelten als kognitiv. Ihnen wird eine volle oder teilweise Gleichberechtigung in den Wissenschaften eingeräumt und die Akademien stellen jede Zwangsmaßnahme gegen diese unter Strafe, bis hin zum Ausschluss. Auch manche Staaten haben klare Regeln für diese Bereiche.

Reaktiv

Ist die Handlung einer Naturerscheinung von ihrer Situation abhängig und ohne langfristiger oder differentierter Natur, so gilt sie als reaktiv. Die Akademien haben klare Regeln zum Umgang mit reaktiven 'Präparaten' und achten auf deren Einhaltung. Zuwiderhandlungen werden meistens mit Disziplinarmaßnahmen geahndet.

Passiv

Als passiv gilt jedes natürliche Subjekt, welches nur regeneratives, protektives, evasives oder akkumulatives Verhalten zeigt. Diese Substanzen, Präparate oder Subjekte sind mit den üblichen Vorsichtsmaßnahmen frei zu erforschen.

Sekundarattribut

Das wissenschaftliche Sekundarattribut beschreibt die Zugehörigkeit von Wesen im natürlichen Schema der Arten. Dabei wird das primäre Merkmal der äußeren Körperstruktur mehrheitlich angewandt. Sollte also ein Typ klar dominieren ist es dieser Gruppe zuzuweisen. Ist es eher strittig gilt es als Mischwesen mit der dominanten als Oberkategorie.

Kräuter

Hierzu zählen alle pflanzlichen Wesen ohne eine Hartschale oder anderen versteiften Außenarealen.

Hölzer

Dies sind pflanzliche Wesen mit mehrheitlich versteiften Außenarealen zum Schutz vor Einflüssen durch andere Wesen.

Glattkörper

Zu diesen zählen alle Lebewesen die zumeist glatte Mineralstrukturen bilden, also anorganische Körperhüllen. Einst zählten ebenso einige organische Körperstrukturen dazu, wenn sie in ihrer Ausprägung ebenso konturlos und hart waren. Wegen der enormen Menge beider, wurde seit der Unterscheidung zu den anorganischen Körper diese jedoch ausgegliedert. Die Einordnung der Glattkörper gilt seitdem als absolut.

Panzer

Im Gegensatz zu den Glattkörpern unterscheidet sich der Panzer durch eine organische Struktur und ist ansonsten den gleichen Leitlinien unterworfen. Auf Grund der Abspaltung von den Glattkörpern hat sich die Kontroverse über die Abgrenzung zu Schleimern, Häutern und Hölzern auf die Panzerwesen verlagert.

Häuter

Häuter haben die geringste Genauigkeit in ihrer Definition und gehen in den Großteil der anderen Gruppen fließend über. Generell zeichnen sich Häuter durch eine ganzheitlich ledrige Schutzstruktur aus, die dehnbar, belastbar und lokalregenerativ ist. Unumstritten zählen alle Weichfellwesen zu den Häutern.

Fische

Diese haben zumeist eine einseitig harte aber ansonsten feine Schuppenbildung für das Leben im Wasser, welche mit dem Medium interagiert, bis hin zu annähernd schuppenlosen glatten Körpern. Hierbei gilt der Übergang zu den Schleimern als fließend und ihre ehemalige Einordnung zu den Drachen als fraglich.

Schleimer

Als solche werden Wesen bezeichnet, die sich vorwiegend durch sehr dünne verwundbare Häute mit schleimigen Sekreten auszeichnen oder ganz auf eine feste Außenhülle verzichten. Da diese sowohl in feuchten wie trockenen Medien vorkommen entschied man sich zu einer allgemeinen Abgrenzung.

Drachen

Die Trockenschlangen, mit oder ohne Glieder, wurden einst mit den Fischen gleichgesetzt, haben jedoch einen eigenen Charakter. Ernste Handwerker und Alchemisten stellten schnell klar, dass die rauhen und zumeist festen Schuppen dieser Wesen, sowie ihre gesamte Körperbiologie sich grundlegend von denen der Fische unterscheidet. Daher wurden diese ausgegliedert.

Tertiarattribut

Das tertiare Attribut der Akademien ist der phänotyp der äußeren Interaktion und fokussiert sich stark auf die Bewegung eines Wesen.

Starrfüßer

Ohne jede Art der Fortbewegung breiten sich Starrfüßer von selbst lokal aus. Ihr Vorkommen deutet auf reiche Nahrungsmittel ihrer Art, da keine Beschaffung notwendig ist. Hauptmitglieder dieser Kategorie sind die pflanzlichen Hölzer und Kräuter.

Kriecher

Diese Kategorie hat keinerlei Extremität für die Interaktion mit seiner Umwelt, trotz funktionierender Bewegung. Häufige Mitglieder dieser Gruppe sind Teil der Schleimer.

Gliederfüßer

Unter ihnen sind alle Wesen, deren Extremitäten in segmentierten Gruppen auftreten. Typische Mitglieder dieser Gruppe sind Panzertiere.

Körperfüßer

Bei Körperfüßern sind alle Extremetitäten der Bewegung Teil eines einzigen Primarsegments. Mitglieder dieser Kategorie sind vor allem Drachen und Häuter. Als gesonderte Form des Körperfüßers gilt der humanoide, der eine eigene Kategorie unterhält.

Tentakelfüßer

Tentakel sind unförmige, eingliedrige bewegte Extremitäten, die ähnlich der Gesamtkörperstruktur vieler Kriecher wirken. Aus diesem Grund sieht die Forschung in Dedgalvi diese als Weiterentwicklung der vorherigen an. Vertreter dieser Art findet man vermehrt unter den Kräutern und Schleimern.

Flosser

Die Extremitäten von Flossern dienen einzig der Bewegung zu Wasser und haben keine oder nur eingeschränkte Funktionen an Land. Daher zählen zu den Flossern fast ausschließlich Fische.

Himmelsgleiter

Einst in der Sammelgruppe der Gleiter hat sich mit der Trennung von Fischen und Drachen auch die Unterscheidung von ländlichen und seegestützten Gleitern etabliert. Als Gleiter galten dabei alle Wesen die sich direkt oder indirekt durch ein Medium Bewegen mit Hilfe von Tragflächen jeder Art. Ein Himmelsgleiter nutzt dafür jedoch einzig die Luft und lebt in der Regel auch an dieser.

Seegleiter

Seegleiter sind neben den Fischen die neueste Einordnung der Akademien und beschreiben zumeist noch legendäre Kreaturen aus Beschreibungen der Kiltojneb und Miduli, da sie die einzigen sind, welche je die Seegleiter in Aktion sehen. Für die Vorlage toter Exemplare zahlt die Akademie jedoch nur ein paar Male. Viele tote Tiere sind nicht nötig um sie zu analysieren und zu beschreiben. Einzig seltene Substanzen können den Preis hochhalten.

Humanoide

Im Gegensatz zu ihrer eigentlichen Kategorie, haben diese Körperfüßer den Fokus ihrer Extremitäten auf die ganzheitliche Umgebungsinteraktion, statt der Bewegung an sich spezialisiert. Dies war jedoch eher ein Kompromiss der Akademie mit den Ihga und wurde für die Miduli bereits ignoriert, deren 'Mischung' als humanoid angedacht ist. In vielen Gebieten der Ihga zählen diese jedoch nicht in den Lehrbüchern zu den Humanoiden.

Quartarattribut

Erdenwandler

Bei Erdenwandlern handelt es sich um Wesem die zum größten Teil ohne organische Nahrung auskommen.

Äser

Äser ernähren sich zum allergrößten Teil von Kräuter- und Hölzerorganismen.

Todesser

Ein Todesser ernährt sich zumeist von nicht mehr lebenden Organismen. Es gilt als die zivilisatorisch ineffektivste Methode eine Gesellschaft zu ernähren.

Lebenesser

Ein Lebenesser macht keinen Unterschied zwischen äsen, todessen und fleischessen.

Fleischreißer

Ein Fleischreißer tötet und absorbiert gezielt organische Nahrung.

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